Rolf Movement für zu Hause
Müheloses und anmutiges Aufstehen
Wie viele Male am Tag setzen Sie sich hin und stehen wieder auf?
Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wie Sie das machen und ob Ihnen das leicht fällt?
Hier ein paar Anregungen:
Spielen Sie doch mal damit, in wieweit es möglich ist, sich geschmeidig und ohne Hilfe der Hände und Arme vom Stuhl zu erheben und sich dann genauso anmutig wieder hinzusetzten, ohne das angenehme Körpergefühl zu verlieren.
Am einfachsten ist das, wenn dabei Nacken und unterer Rücken lang und entspannt bleiben. Dabei ist es sehr hilfreich, sich schon vor dem Aufstehen in der Hüfte etwas nach vor zu beugen, einen Fuß nach vorne zu stellen und sich mit dem anderen abzustoßen. So nutzen sie die Schwerkraft und die Muskeln ihrer Beine statt die der Schultern und Arme!
Und nicht vergessen - es darf Ihnen Spaß machen :-) !
Dehnen der Beinrückseiten
Durch zu langes Sitzen verkürzen sich leicht die Muskeln in der Beinrückseite.
Daher:
Das Becken so nah wie möglich an die Wand bringen. Die Sitzknochen sind schwer und ziehen Richtung Boden. Der Oberkörper ist entspannt, die Atmung fließt leicht und gleichmäßig. Füße und Beine möglichst parallel halten.
Nun die Zehen in Richtung Kopf bringen, also die Füße im Sprunggelenk kopfwärts beugen. Und versuchen Sie dabei doch einmal, die Bewegung nicht dadurch zu erzeugen, dass Sie die Zehen anziehen, sondern indem Sie die Fersen Richtung Zimmerdecke wachsen lassen.
Je entspannter Sie dabei sind, desto einfacher wird es - probieren Sie es aus!
Liegende Beckenrolle
Bequem auf dem Rücken liegend die Beine aufstellen.
Nun in Zeitlupe das Becken Richtung „Hohlkreuz“ rollen, also mit den Sitzbeinen Richtung Kopf. Dann in die Gegenrichtung, die Sitzbeine Richtung Füße, immer hin und her.
Finden Sie das langsamste mögliche Tempo, bei dem dieses kontinuierliche Rollen gerade noch nicht stockt und Sie weder Bachmuskeln anspannen, noch mit den Fußsohlen aktiv schieben oder ziehen.
Nach einiger Zeit und einer Pause mit ausgestreckten Beinen probieren Sie im Gehen aus, wie locker sich die Hüfte nun anfühlt.
Um die Schulter kreisen
Stellen Sie sich mit einer Körperhälfte auf Armeslänge vor eine freie Wand. Nun heben Sie den wandseitigen Arm seitlich und legen die Hand locker in Schulterhöhe auf die Wandfläche, Finger zeigen nach oben.
Geben Sie sich einen Moment Zeit, die Oberfläche zu spüren – ist sie warm oder kalt, glatt oder rau...? Stellen Sie sich nun vor, dass Ihre Handfläche eine sichere Verbindung mit der Wand eingeht. Hier ist nun Ihr Fixpunkt!
Wir sind es gewohnt, dass unsere Schulter der Fixpunkt ist, von dem aus wir den Arm bewegen. Nun können Sie es einmal anders herum versuchen und die Schulter sich von der Hand aus bewegen lassen. Halten Sie dazu das Handgelenk locker, den Ellenbogen in einer flexiblen Streckung, die Schulter entspannt und bewegen Sie den Körper spielerisch in alle möglichen Richtungen um Ihren Fixpunkt herum.
Gönnen Sie sich ausreichend Zeit, sich auszuprobieren und die neuen Bewegungen zu genießen und erlauben Sie sich anschließend wahrzunehmen, wie sich die Schulter nach dieser kleinen Übung anfühlt.

